Manuelle Lymphdrainage

Die Lymphdrainage ist eine angenehme, sanfte Technik die großteils mittels Hautverschiebung arbeitet. Mit drehenden, schiebenden und pumpenden Bewegungen wird Gewebeflüssigkeit Richtung Herz verschoben. Durch Aktivierung der Lymphangiomotorik (feine Muskulatur der Lymphgefässe) wirkt diese Technik nach der Behandlung noch einige Stunden nach.

Wirkungen:
Das Lymphgefäßsystem ist ein dem Blutgefäßsystem parallel geschalteter Kreislauf, der nach der Versorgung der Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen „überschüssige“ Gewebeflüssigkeit aufnimmt und zum Herz rücktransportiert. Dabei werden Schadstoffe gefiltert und Immunzellen für die Körperabwehr produziert.

Aufgrund diverser Auslöser kann es zu Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe kommen. Zellen können dadurch nicht mehr ausreichend ver- und entsorgt werden, was zu Gewebeschäden bis hin zu Fibrosierungen (völliges „Verkleben“ der Eiweisfasern im Gewebe) führen kann. Eine Reduktion des Ödems ist daher unbedingt nötig!

+ Abflussbeschleunigung von Ödemen (Schwellungsminderung = verbesserte Stoffwechselfunktionen = verbesserte Beweglichkeit)
+ Schmerzlindernd (Anregung vieler Mechanorezeptoren)
+ Ausgleichend auf das Nervensystem (beruhigend, Förderung der Darmtätigkeit)
+ Immunstimulierend (Verbesserung der Abwehrreaktionen)

  • Lymphödeme: bei angeborener Fehlbildung des Lymphgefäßsystems, posttraumatisch (auch sofort vor nach Operationen, Tumornachsorge (z.B. Mamma, Prostata Karzinom), malignes Lymphödem (in Absprache mit Arzt und Patient)
  • Phlebo – Lymphödem: bei chronisch venöser Insuffizienz (CVI, nach Behandlung der venösen Störung – „Krampfadern“), Ulcus cruris venosum (offenes Bein aufgrund venöser Abflussstörungen)
  • Eiweismangelödeme: Leber-, Nieren-, Darmerkrankungen, Proteinmangel; maligne Tumore – palliativ und in Absprache mit einem Arzt
  • Lipödem: symmetrische Unterhautfettvermehrung mit Ödembildung der Beine und Hüften – nicht abmagerungsfähig bei Diät!
  • Herzinsuffizienzen: bei Körperödemen NUR bei medikamentöser Behandlung und in Absprache mit einem Arzt
  • Hormonabhängige Ödeme: Zyklisches, prämenstruelles oder Schwangerschaftsödeme
  • Inaktivitätsödeme: aufgrund nervaler Lähmungen (Paresen, Querschnitt, Schlaganfall, MS, etc.)